{"id":44,"date":"2008-11-28T00:14:19","date_gmt":"2008-11-27T23:14:19","guid":{"rendered":"http:\/\/randyridder.de\/block\/?p=44"},"modified":"2008-11-28T00:14:19","modified_gmt":"2008-11-27T23:14:19","slug":"daw-vs-gau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.randyridder.de\/block\/2008\/11\/28\/daw-vs-gau\/","title":{"rendered":"DAW vs. GAU"},"content":{"rendered":"<p>Der Unterschied zwischen einer DAW (Digital Audio Workstation) und einem GAU (Gr\u00f6\u00dfte anzunehmender Unfall) ist gar nicht so gro\u00df wie viele vielleicht denken. Vor allem dann wenn vor der DAW ein DAU (d\u00fcmmste anzunehmender User) sitzt.<\/p>\n<p>Man kommt sogar oft in die Lage, in der man sich fragt, ob man nicht selbst ein DAU ist, wenn irgendetwas nicht so funktioniert wie es soll. <!--more-->Die M\u00f6glichkeiten hierf\u00fcr sind in einem komplexen System wie einem Computer sehr vielf\u00e4ltig. Das kann beispielsweise ein Song sein, der nur noch einen finalen Schliff ben\u00f6tigt und nicht mehr aufzufinden ist. ..oder die schier unbegrenzten M\u00f6glichkeiten, die einen davon abhalten einen Song fertigzustellen. Dazu kommen noch abstruse Gedanken, die einen scheinbar verhelfen k\u00f6nnten einen Song zu retten. Es ist recht einfach sich eben mal ein freeware Plug-In zu installieren, um zu gucken was passiert. Hinterher wird h\u00e4ufig bemerkt, dass das Ergebnis auch nicht so pralle ist und installiert noch tausend andere Plug-Ins. Es gibt da sicherlich auch ein paar ganz Tolle, aber auch verdammt viel Mist dazwischen, der mal eben eklige Knackser hinzuf\u00fcgt oder die CPU bis an den Anschlag auslastet, so dass ein Neustart von N\u00f6ten ist. Nat\u00fcrlich wurde zuletzt vor einigen wichtigen \u00c4nderungen gespeichert, so dass die ganze Schose noch mal programmiert werden darf.<\/p>\n<p>Da man ja eh alles schneiden kann, wird schlimmstenfalls auch nicht mehr viel Wert auf die Aufnahme gelegt. Da schneidet man hier und da, schiebt diese Fetzen dort hin, zerst\u00f6rt destruktiv den Part, der im sp\u00e4teren Teil des Songs vorher noch ganz gut klang. Es wird h\u00e4ufig vergessen, dass es oftmals schneller und einfacher ist, es einfach noch mal aufzunehmen! Dazu ist nat\u00fcrlich k\u00f6rperliche Anstrengung von N\u00f6ten. Wir k\u00f6nnen ja so sch\u00f6n mit unserer kleinen Maus hin und her schieben, dazu leuchtet alles auch noch so sch\u00f6n. Vielleicht bleibt ja sogar noch Zeit das Arrangement sch\u00f6n bunt zu machen und alles ordentlich zu beschriften bevor die Festplatte abschmiert.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, wenn dann noch mal eine \u00c4nderung vorgenommen werden soll, ist das Projekt dann pl\u00f6tzlich nicht ganz da zu finden wo vorerst vermutet. Und da auch immer nur mit Arbeitstiteln gearbeitet wurde nutzt die Suchfunktion \u00fcberhaupt nix. Erschwerend kommt hinzu, dass sich in der Zeit das System ge\u00e4ndert hat (z.B. nicht auffindbare Vst-Plugins oder neuere Programm Versionen) und dann ist im Laufe der Zeit der Gesamt\u00fcberblick fl\u00f6ten gegangen, der ehemals noch so klar vor Augen ward. Da Anfangs nicht so viel Wert auf Ordnung gelegt wurde fehlen einige Audiospuren oder die fr\u00fcher benutzen Samples hei\u00dfen inzwischen schon anders und werden ebenfalls nicht gefunden&#8230;<\/p>\n<p>Ein Computer kann einem das Leben erschweren. Am liebsten genau dann wenn es drauf ankommt. Ich bin auch fest davon \u00fcberzeugt, dass die Zeit die f\u00fcr die Einarbeitung und Wartung eine Computers mehr Zeit ausmacht, als die Zeit die durch diese H\u00f6llenger\u00e4te eingespart wird.<\/p>\n<p>Je komplexer ein System ist, desto h\u00f6her ist die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr das Eintreten eines Fehlers. Noch schlimmer ist es, das die Lokalisation des Fehlers auch mit steigender Komplexit\u00e4t erschwert wird. Leider ist ein Computer ein hochkomplexes Gebilde, was oftmals vergessen wird. Wenn nicht vergessen, dann verdr\u00e4ngt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Unterschied zwischen einer DAW (Digital Audio Workstation) und einem GAU (Gr\u00f6\u00dfte anzunehmender Unfall) ist gar nicht so gro\u00df wie viele vielleicht denken. Vor allem dann wenn vor der DAW ein DAU (d\u00fcmmste anzunehmender User) sitzt. 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