{"id":30,"date":"2009-03-04T00:33:56","date_gmt":"2009-03-03T23:33:56","guid":{"rendered":"http:\/\/randyridder.de\/block\/?p=30"},"modified":"2009-03-04T00:33:56","modified_gmt":"2009-03-03T23:33:56","slug":"welchen-kopfhoerer-wofuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.randyridder.de\/block\/2009\/03\/04\/welchen-kopfhoerer-wofuer\/","title":{"rendered":"Welchen Kopfh\u00f6rer wof\u00fcr?"},"content":{"rendered":"<p>Hier nun ein kleiner Guide, worauf bei der Auswahl eines Kopfh\u00f6rers geachtet werden sollte.<\/p>\n<p><strong>Kopfh\u00f6rer Bauarten:<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt eigentlich nur 4 \u00dcberkattegorien (oder auch Bauart) von Kopfh\u00f6rern.<\/p>\n<p><em>&#8211; Offen<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Halb offen<\/em><\/p>\n<p><em>-Geschlossen<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; In Ear<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>Offene Bauart<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Ofene Bauart bedeutet einfach, da\u00df man von der Umgebung noch relativ viel mitbekommt. Gleichzeitig bekommt die Umwelt aber auch relativ viel von dem Kopfh\u00f6rer mit. Das Signal kann also auch noch gut von einer Person geh\u00f6rt werden, die im direkten Umfeld ist. Im schlimmsten Fall ist dies keine Person sondern ein Mikro, aber dazu sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Offene Kopfh\u00f6rer werden oft als St\u00fctze zu den Lautsprechern verwendet, was nicht hei\u00dft, dass man diese nicht auch ohne Lautsprecher verwenden kann. Einige Leute m\u00f6gen es nicht, komplett von der Umgebung abgeschottet zu sein und deshalb greifen zu diesen Kopfh\u00f6rern.<\/p>\n<p><strong>Geschlossene Bauart<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Geschlossen Bauart bedeutet, dass die Umgebung nahezu komplett abgeschottet wird. Nach au\u00dfen ist ebenfalls kaum ein Signal zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wenn irgendwas relativ leises mit einem Mikro aufnimmt sollte man einen geschlossenen Kopfh\u00f6rer verwenden, da dann nicht so viel auf das Mikro &#8222;\u00fcberspricht&#8220;. Leider wird dies oft (aus welchen Gr\u00fcnden auch immer) nicht gemacht und man h\u00f6rt auf der Vocal-Spur einer Produktion noch den Rest des Songs zu dem eingesungen wurde. Wenn nun der Gesang ordentlich komprimiert wird, kann das schon mal zu einem Problem werden.<\/p>\n<p>Das Argument, da\u00df die Kopfh\u00f6rer, die geschlossen sind, ja nicht so bequem seien z\u00e4hlt in der heutigen Zeit nicht mehr. Es gibt verdammt viele bequeme geschlossene Kopfh\u00f6rer. Es soll nur einmal rum probiert werden und schon wird man ein tolles Exemplar entdecken, was nach au\u00dfen (fast) keinen Ton von sich gibt.<\/p>\n<p><strong>Halb offen Bauart<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Ein Halboffenen Kopfh\u00f6rer ist einfach ein Mittelweg zwischen <em>offenen<\/em> und <em>geschlossenen<\/em> Kopfh\u00f6rern. Wenn man Vocals recordet und die Wahl zwischen offenen und halboffenen Headphones besteht, w\u00fcrde ich zu den halboffenen greifen, jedoch auch nur als Kompromissl\u00f6sung, wenn kein geschlossener Kopfh\u00f6rer zur Hand ist.<\/p>\n<p><strong>In Ear<\/strong><\/p>\n<p>Neben den oben genannten gibt es noch den Spezialfall der sogenannten<em> In Ear<\/em> Kopfh\u00f6rer, was nichts anderes hei\u00dft als da\u00df man sie sich in die Ohren steckt bzw. in den Geh\u00f6rgang.\u00a0 Diese haben den Vorteil, dass sie fast nicht zu sehen sind. <em>Es gibt nat\u00fcrlich auch die In Ear Kopfh\u00f6rer von tragbaren Telefonen oder Mobilen Abspielger\u00e4ten, diese vernachl\u00e4ssige ich jetzt aber erst mal, da sie ja nicht direkt etwas mit produzieren zu tun haben. <\/em><\/p>\n<p>Diese Kopfh\u00f6rer werden oft f\u00fcr Live Veranstaltungen verwendet. Der Vorteil ist, dass man nicht mit R\u00fcckkopplungen k\u00e4mpfen muss, da das Signal auch wirklich nur in die Ohren des Musikers gelangt. Au\u00dferdem haben diese auch einen sehr effizenten Schallschutz nach au\u00dfen (\u00e4hnlich wie Ohrenst\u00f6psel), so dass auch wirklich nur noch das geh\u00f6rt wird, was aus den Kopfh\u00f6rern kommt. Der Nachteil ist, das wirklich alles auf den Kopfh\u00f6rer gesendet werden muss, was der Musiker zum Musikmachen ben\u00f6tigt. Selbst die Aux-Send Regler die unter \u00fcblichen Bedingungen unangetastet bleiben sollten m\u00fcssen bet\u00e4tigt werden, womit diese Aufgabe sehr aufwendig werden kann.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Kopfh\u00f6rer Eigenschaften (oder Technische Daten):<\/strong><\/p>\n<p><strong>Impedanz<\/strong><\/p>\n<p>Die Impedanz beschreibt den elektrischen Widerstand. Gemessen wird dieser in Ohm(?). Je niedriger diese ist, desto weniger muss der Verst\u00e4rker aufgerissen sein bzw. desto lauter ist der Kopfh\u00f6rer bei gleicher Einstellung der Verst\u00e4rkung. Allerdings sollte man vorsichtig bei dem aufrei\u00dfen des Kopfh\u00f6rers sein, da dies sehr schnell zu einer hohen belastung der Ohren f\u00fchrt. Besonders unangenehm kann dies werden, wenn der Kopfh\u00f6rer schlecht ist und unangenehme Verzerrungen hervorbringt.<\/p>\n<p>Kopfh\u00f6rer mit niedriger Impedanz sind bei gleich eingestelltem Lautst\u00e4rke-Level im Vergleich zu einem Kopfh\u00f6rer mit hoher Impedanz lauter. Dadurch bekommt man ein besseren Klirrfaktor und einen geringeres Rauschanteil bzw. eine h\u00f6here signal-to-noise-ratio.<\/p>\n<p>Mal auf Deutsch. Der Verst\u00e4rker rauscht ab 5 h\u00f6rbar. Ein Niederohmiger Kopfh\u00f6rer ist bei 5 schon so laut, so dass man doch lieber auf mal schnell auf 3 runter dreht. Bei einem Hochohmigen Kopfh\u00f6rer reicht es so gerade, und ist nun genauso laut wie das Niederohmige Model auf 3. Allerdings rauscht es nun ein bisschen mehr.<\/p>\n<p>Hochohmige Kopfh\u00f6rer haben den Vorteil, das sie nicht so schnell kaputt zu bekommen sind. Au\u00dferdem ist die Masse der beweglichen Bauteile geringer, wodurch ein besseres Impulsverhalten erziehlt werden kann. Zum Monitoring von Musik werden gerne solche gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Niederohmige Kopfh\u00f6rer sind halt lauter. Besonders praktisch f\u00fcr den portablen Bereich aber auch bei extem lauter umgebung wie z.B. Live-Mix oder Schlagzeugaufnahme \u00e4u\u00dferst sinnig.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Auf jeden Fall sollte aber bei der Wahl eines Kopfh\u00f6rers drauf geachtet werden, ob der Kopfh\u00f6rerverst\u00e4rker die Impedanz auch vertr\u00e4gt. Dies sollte unbedingt vor dem Kauf gecheckt werden, da sonst der Verst\u00e4rker oder Kopfh\u00f6rer zerst\u00f6rt werden kann!<\/span><\/p>\n<p><strong>Frequenzbereich<\/strong><\/p>\n<p>Der Frequenzbereich gibt an, welche Frequenzen der Kopfh\u00f6rer noch relativ Linear wiedergibt. Bei einigen Kopfh\u00f6rern habe ich schon irrsinnige Werte wie z.B. 10Hz-100.000Hz gelesen, was sicherlich Augenwischerei ist, da der Mensch nun mal so gerade noch die 20.000 Hertz h\u00f6ren kann und die untere Grenze auch nicht wirklich wahrnehmbar ist. Ein akzeptabler Wert w\u00e4re also 30-20.000 Hz, was sicherlich auch ehrlicher ist.<\/p>\n<p><strong>Klirrfaktor<\/strong><\/p>\n<p>Der Klirrfaktor gibt an, um wieviel Prozent die urspr\u00fcngliche Frequenz verschoben wird. Schickt man also eine Frequenz von 100 Hz in den Kopfh\u00f6rer rein und man h\u00f6rt 102 Hz ergibt sich daraus ein Klirrfaktor von 2% bei 100Hz, was allerdings schon ziemlich hoch w\u00e4re! Generell l\u00e4\u00dft sich also sagen: Je geringer dieser Wert ist, desto nat\u00fcrlicher klingt der Kopfh\u00f6rer. Allerdings kann es auch vorkommen, dass es dann auf einmal zu nat\u00fcrlich klingt. \u00dcblicherweise sind dort meistens 2 Werte angegeben f\u00fcr 2 verschiedene Frequenzen. Da wir im Bassbereich nicht so gut die Frequenzen definieren k\u00f6nnen, l\u00e4\u00dft sich dort eher ein etwas h\u00f6herer Wert\u00a0 verkraften als im khz Bereich.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Auch nett ist es, wenn der Kopfh\u00f6rer ein austauschbares Kabel hat, falls sich das Kabel um den Fu\u00df gewickelt hat und ein Flug durch den Raum samt Kopfh\u00f6rer daraus resultierte. Danach ist das Kabel halt Schrott.<\/p>\n<p>Schick ist es f\u00fcr Live-Sachen einen Kopfh\u00f6rer zu haben den man in irgendeiner Form zusammenklappen kann. Manche Hersteller haben schon sehr ausgefuchste Techniken entwickelt.<\/p>\n<p>Der Tragekomfort eines Kopfh\u00f6rers ist unbedingt zu beachten. Je nach Bauart des Kopfes kann ein Kopfh\u00f6rer f\u00fcr K\u00e4ufer A bequem sein, K\u00e4ufer B kommt damit aber \u00fcberhaupt nicht klar.<\/p>\n<p>Und zu guter letzt&#8230;der Klang. Es bringt rein gar nichts, wenn der Kopfh\u00f6rer die besten Werte erziehlt, am coolsten aussieht und sich am wolligsten um das Ohr schmiegt, wenn einem der Klang nicht gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>Nebenbei: Viele meinen heutzutage immer noch , da\u00df ein Kopfh\u00f6rer <em>immer<\/em> zu einem besseren H\u00f6rerlebniss f\u00fchrt, als Lautsprecher. Warum dies in vielen Situationen nicht so ist habe ich teilweise in dem Artikel<br \/>\n<a href=\"http:\/\/randyridder.de\/block\/archives\/32\" target=\"_self\">zu Stereophonen h\u00f6ren<\/a> erl\u00e4utert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier nun ein kleiner Guide, worauf bei der Auswahl eines Kopfh\u00f6rers geachtet werden sollte. 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